GOU SHU - Traditionelle Chinesische Medizin & Kampfkunst

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Chinesisches Bogenschießen – eine alte Tradition sowie Militär- u. Kampfkunstpraktik

Qing Kaiser Qianlong

In den ersten chin. Dynastien, vor ca. 3500 Jahren, spielte Bogenschießen eine wichtige Rolle sowohl als mystisches Ritual (schamanisches Bogenschießen) und im Militär. In der Ausbildung des chinesischen Adels war es gemeinsam mit Musik, Wagenlenken, Lesen und Rechnen ein Pflichtfach.

In der Tang-Dynastie ca. 720 n. Chr. Erfuhr das Bogenschießen eine weitere wichtige Entwicklung. Es wurde als militärisches Pflichtfach in der Kavallerie und Infanterie aufgenommen. Aus dieser Zeit stammt das erste Handbuch über chinesisches Bogenschießen, was bis Heute erhalten blieb. Es war seit dem Bestandteil der militärischen Prüfung bis zum Ende der Qing-Dynastie (1611-1911).

Mit der  Eroberung (1644) des gesamten Ming-Chinas durch die Mandschu, erfuhr das Bogenschießen im Militär eine neue und übergeordnete Rolle. Deren bis dahin als unbezwingbar geltende Armee war der Mandschu-Artillerie hilflos ausgeliefert. Mit ihren für die Bären- und Tigerjagd entwickelten Composite-Recurve-Bogen konnten sie bis auf achtzig Meter töten, deutlich weiter als die Chinesen. Dieser Mandschu-Bogen hat den bisherigen chinesischen Bogen vollkommen ersetzt und blieb als zentrale Waffe im Militär der Mandschu-Qing-Dynastie erhalten.

Der Qing Kaiser Qianlong, er regierte damals 36% der Weltbevölkerung, ging unter anderem als hervorragender Bogenschütze in die Geschichte ein.

Heute leben rund zehn Millionen Mandschu in der Volksrepublik und stellen damit die drittgrößte ethnische Gruppe des Landes. Sie sind weitgehend mit den Han-Chinesen vermischt, ihre Tradition und Kultur sind vom Aussterben bedroht.

Peter Dekker

Am Ende der Qing-Dynastie verlor, durch die Einführung von Schusswaffen, der Bogen an Bedeutung. Das Bogenschießen wurde aus der militärischen Ausbildung gestrichen. Das traditionelle und militärische Bogenschießen ist seit dem fast ausgestorben und wird kaum noch praktiziert. An dessen Stelle ist der moderne Bogensport getreten. Dieser hat aber nichts gemein mit der Geschichte des Bogenschießens im allgemeinen.

Wir möchten die Tradition des chinesischen Bogenschießens als Bestandteil der Kampfkunst wieder zum Leben erwecken und somit der Vollständigkeit dieser Rechnung tragen.

Es finden in regelmäßigen Abständen Lehrgänge mit unserem Mentor Peter Dekker aus den Niederlanden statt.

 

 

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